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Welch eine Ehre: Das Projekt “Später Arbeiten, welches im Jahre 2006/07 in Leipzig stattfand und eine kleine feine Fotoausstellung hervorbrachte, wird dieses Jahr auf dem Fusion-Festival in der Oase ausgestellt. Am Donnerstag, dem 24.06.10 findet von 14-16 Uhr die Vernissage meiner sowie drei weiterer Ausstellungen statt. Täglich von 13-14 Uhr werden alle KünstlerInnen zur Ausstellungsbegleitung vor Ort sein.
Guten Morgen! Und? Ausgeschlafen?
Auf den Bildern siehst du Menschen, denen es genauso geht wie dir.
Menschen, die gezwungen werden, sich fernab ihres natürlichen Biorhythmus‘ zu bewegen.
Die Bilder zeigen Zufrühmorgens-, Frühmorgens- und Spätmorgensgesichter. Die Menschen wurden teils an ihren freien Tagen, teils an Arbeitstagen gewaltsam geweckt und gegen 5 Uhr, gegen 7 Uhr und gegen 11 Uhr fotografiert.

Dass manche Menschen früh morgens nicht aus dem Bett kommen, mag dem einen oder der anderen schon aufgefallen sein. Auch, dass es sich dabei nicht nur um Trägheit oder gar Faulheit handelt, sollte zumindest dem Teil der Bevölkerung bewusst sein, der genau darunter leidet: Sie werden gezwungen, sich fernab ihres natürlichen Biorhythmus‘ zu bewegen.
Schon in der Schule fällt es auf, dass die Frühaufsteher (Lerchenmenschen) bessere Noten schreiben und die Eulenmenschen noch lange nicht leistungsfähig sind. Der heutige Arbeitsalltag mit Schichtarbeit, Fließbandproduktion und immer längeren Öffnungszeiten schlägt sich anschließend wieder besonders auf die „Eulen“ nieder, da ihre Existenz davon abhängt, sich den vorgeschriebenen Zeiten zu beugen und tagtäglich ihre eigene Uhr mit Füßen zu treten. Wie wäre es wenn jeder Mensch nach seinen eigenen Bedürfnissen und seiner persönlichen Natur entsprechend leben und arbeiten könnte? Die „Lerchen“ bekommen keine Nachtschichten mehr und die „Eulen“ dürfen länger schlafen. Beide Gruppen wären dann zu ihrer präferierten Zeit voller Tatendrang und fähig, dass zu tun was sie antreibt – und das sogar mit der Möglichkeit auf verringerten Kaffeekonsum. Ein bedingungsloses Grundeinkommen gäbe den Menschen die Freiheit, sich persönlich zu entfalten, ihrer natürlichen Uhr zu folgen und ein „ganz anders“ möglich zu machen. Hoffnungsvoll blicke ich einem Umdenken in Arbeits- und Gesetzgebung entgegen.
Raffael Jesche

Später Arbeiten ist ein Projekt von Raffael Jesche in Kooperation mit Hello Studios sowie Anton Barske und Manuel Pietzsch. Es fand 2006/07 im Rahmen des Projekts 100.000 EURO JOB in Leipzig statt.
Diese Ausstellung wird freundlicherweise unterstützt von LAG Bedingungsloses Grundeinkommen der Partei DIE LINKE. Sachsen. Weitere Informationen sowie die Dokumentation zum Projekt finden sich auf www.spaeter-arbeiten.de
Ein Projekt von:
In Kooperation mit:
Gefördert durch:
DIE LINKE LAG Bedingungsloses Grundeinkommen Sachsen
Tags: 100.000-EURO-JOB, Arbeit in Zukunft, Bedingungsloses Grundeinkommen, Biorhythmus, Die LINKE, Fotografie, Fusion, Fusion-Festival, Hello Studios, Kulturstiftung des Bundes, LAG Bedingungsloses Grundeinkommen der Partei DIE LINKE. Sachsen, Leipzig, Oase, Später Arbeiten
Ein Projekt im Rahmen des Projekts 100.000 EURO JOB – gefördert mit Mitteln der Kulturstiftung des Bundes im Programm „Arbeit in Zukunft“. -
April 9th, 2010Ausstellung, Kunst, Leipzig, Politik, Projekte, Street ArtEin weiteres Highlight aus dem Leipziger Wunderland startet am 25. April auf dem Feinkosthof. Wundersprüh ist ein Graffiti-Workshop für Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren. Dort werden der jungen Generation Leipzigs nicht einfach nur Techniken vermittelt, sie werden dabei auch angeregt, sich Gedanken über eigene Utopien, ihr persönliches Wunderland zu machen und diese auf Holztafeln der Öffentlichkeit zu präsentieren. Alle Werke, die im Laufe des Tages entstehen werden anschließend in die Fenster auf der Westseite (am Aldi-Parkplatz) eingesetzt und somit zu einer riesigen Dauerausstellung in luftiger Höhe, welche so schnell nicht wieder übermalt wird.
Die Wundersprüh-Ausstellung wird zeitgleich mit der Abschlussveranstaltung “Multidimensionales Wunderland”, der Ausstellung aller Werke und Ergebnisse des Wunderland-Projekts, am 4. Juni 2010 eröffnet und feierlich präsentiert. Multidimensionales Wunderland wird für vier Wochen im Eishaus (ehemaliger Norma) in der Feinkost zu sehen sein und die Wundersprühausstellung natürlich noch viel, viel länger.Alle Infos zum Wundersprüh-Workshop gibt es auf mein-wunderland.eu und hier geht es zur Anmeldung.
Unterstützt wird das Projekt dankenswerter Weise von Jugend in Aktion, der Feinkostgenossenschaft, Molotow sowie der Vorratskammer, Königsschmiede und verstyler.
http://mein-wunderland.eu/wunderspruehTags: Feinkost, Graffiti, Jugend, Kunst, Leipzig, Molotow, Projekt, Utopie, Workshop, Wunderland, Wundersprüh -
März 25th, 2010Kunst, Leipzig, Politik, Projekte, Street ArtHeute war ich zu Gast im Westwerk, wo die Vorbereitungen für den Brimboria-Kongress in vollem Gange sind. Ein Interview mit den Organisatoren bringt nun Licht ins Dunkle, was es mit der subversiven Strategie des Fake auf sich haben könnte:
verstyler: Vom 16. bis 18. April findet also der Brimboria-Kongress in Leipzig statt. Dabei behandelt ihr „die subversive Strategie des Fake“. Was genau kann ich mir jetzt darunter vorstellen?
brimboria: Unter dem Label „Brimboria“ beschäftigen wir uns innerhalb von verschiedenen Formaten mit dem Themenfeld „subversive Kunst“. Das meint insbesondere nicht die ausgetretenen Wege zu gehen, eben neuartige, clevere, kreative Aktionen zur Bekanntmachung eigener Interessen und Ideen benutzen, um eine vernünftigere Gesellschaft einzufordern.
Dieses Thema ist für uns äußerst spannend, weil wir in bestimmten künstlerischen Praxen ein geeignetes Mittel sehen, Debatten anzuregen, RezipientInnen zu verstören und anzuturnen. Es ist natürlich auch ein gewisses spielerisches Interesse, Möglichkeiten von Interventionen innerhalb bestehender Verhältnisse zu sammeln und zu erforschen.
Eine bestimmte Praxis, die wir mittlerweile sehr lieb gewonnen haben, ist die Strategie des Fake. Was genau das ist, wie das funktioniert und warum es nötig ist, ist das Thema des ersten BRIMBORIA Kongresses.verstyler: Fake – habt ihr keine Angst, dass es da rechtliche Probleme geben wird? Allein die vielen Bilder auf eurer Website erinnern doch stark an bekannte Supermarktketten. Bei dem heutigen Abmahnwahn ist das doch ein gewisses Risiko? Weiterlesen »
Tags: brimboria, fake, jugend in aktion, kongress, Leipzig, subversiv, westwerk -

Vortrag – Der Mensch als Erwartungswert:
Probleme der Statistik am Beispiel “Ausländerkriminalität”Ob Wahlkampf oder nicht, immer wieder wird das Problem “Ausländerkriminalität” aus dem Hut gezaubert. Wobei die pauschale Verurteilung, dass “Ausländer/innen” bzw. Menschen mit Migrationshintergrund nicht nur “anders”, sondern per se auch kriminell sind, nicht selten das Hauptmotiv solcher Debatten ist.
Zur Begründung werden auch immer wieder die Kriminalstatistiken der Polizei herangezogen. Auch das Empfinden vieler Einzelner korrespondiert durch persönliche Erfahrungen und die Berichterstattung bestimmter Medien mit dem Mythos der “Ausländerkriminalität”.
Was es jedoch mit diesen Statistiken auf sich hat und inwiefern überhaupt von einem Spezialproblemfeld “Ausländerkriminalität” gesprochen werden kann, wird von dem Referenten Tilman Loos erörtert werden.
Mit anschließender Diskussionsrunde.
Eingeladen sind alle Interessierten für den 29. März, 19.30 Uhr
Tags: Ausländerkriminalität, Berichterstattung, Diskussion, Erwartungswert, Kriminalstatistiken, Leipzig, Mensch, Polizei, Villa e.V., Vortrag, Wunderland
im soziokulturellen Zentrum, “Die Villa”
freier Eintritt -
Januar 7th, 2010Ausstellung, Kunst, LeipzigWer heute schon eines meiner Werke live und in Farbe erleben möchte, der sollte sich mal im Foyer des Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz (SMS) in Dresden umsehen. Vom 5. bis 26. Januar 2010 stellt dort die LKJ Sachsen eine Auswahl der Arbeiten zum Wettbewerb um den 7. Jugendkunstpreis “WIR.tuell” aus. Zu finden ist es in der Albertstr. 10, 01097 Dresden.
Für die Leipziger, denen der Weg nach Dresden zu weit ist, gibt’s vom 23. März bis 31. Mai noch eine Ausstellung im Gebäude der Verbundnetz Gas AG, Braunstraße 7, 04347 Leipzig. Am 23. März findet um 16.00 Uhr die Eröffnung der Ausstellung statt. Wenn du auch kommst, wäre mir das eine Ehre.
Des Weiteren lädt die LKJ Sachsen herzlich 8. Landesweiten Jugendkulturtag am 29. Mai 2010 in Frankenberg bei Chemnitz ein. Die Stadt steht an diesem Tag ganz im Zeichen der Jugendkultur in all ihren Facetten. Dort gibt’s allerdings (noch) keine Bilder von mir zu sehen
Edit (25.03.10): Aus welchen Gründen auch immer, findet die Ausstellung bei der Verbundnetz Gas AG erst ab dem 22. April 2010 statt. Weiterhin wurde der Jugendkulturtag wegen spontaner Kürzungen der Jugendhilfe durch CDU und FDP abgesagt. Die Schweine.
Tags: Ausstellung, dresden, jugendhilfe, jugendkunstpreis, Kürzungen, Leipzig, lkj sachsen, wir.tuell -
Oktober 18th, 2009Kunst, Preise, WettbewerbeHeute möchte ich euch eines meiner Werke vorstellen. Es handelt sich um “paraDies & paraDox”. Dieses entstand im Rahmen des Jugendkunstpreises 2009 der LKJ Sachsen und brachte mir den 1. Platz in der Kategorie “Bildende Kunst” ein. Welch eine Freude!
Virtuelle Welten sind heute ein Teil unseres Lebens. Was sucht, was findet man dort, was es in der realen Welt nicht gibt? Wer will ich dort sein? Worin besteht die Faszination der „Second World“? Wie verändert sich durch zeitaufwändige Kommunikation in social networks wie Schüler- und Studi-VZ, MySpace oder MyFriend das Miteinander der Geschlechter, der Generationen oder der Familien? Ist es ein MUSS, „dabei“ und „drin“ zu sein? Verlieren Freundeskreise und Cliquen, mit denen man sich im Park oder im Club trifft, deshalb an Bedeutung? Filme und Musik aus dem PC statt mit Freunden ins Kino oder in die Disco zu gehen?
Wikipedia statt Bibliotheksbesuch? Einkaufen bei Ebay statt in der City? Spielkonsole statt Brettspielen? Vereinzelung statt WIR-Gefühl? Oder im Gegenteil: raus aus der Vereinzelung – rein in die community der user und blogger? Weltflucht oder Sinnsuche?
Quelle: http://www.lkj-sachsen.de/juku-preis/UnserAnliegen/Das Original
Tags: 1. platz, 2009, bildende kunst, jugendkunstpreis, Leipzig, lkj, lkj sachsen, oogle, paradies, paradox, preis, theater der jungen welt, vektorisierung, virtuell, web2.0, wir.tuell
… ist gerade mal A4 groß. Dies ist auch meine bevorzugte Art zu malen. Möglichst klein, detailliert und bunt. Dank digitaler Medien ist es mir möglich, diese kleinformatigen Werke frei zu skalieren um so ungeahnte Größendimensionen erreichen zu können.
Das Vektorisieren gibt mir außerdem die Möglichkeit, die winzigen Details besser sichtbar zu machen, kleine Fehler auszubessern oder einzelne Objekte zu extrahieren. Weiterlesen »






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