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    April 1st, 2012VerstylerAusstellung, Kunst, Leipzig, Street Art

    Der Leipziger Bürgermeister und Beigeordnete für Stadtentwicklung bot den weggentrifizierten Kunstsschaffenden aus dem Hamburger Gängeviertel 2009 an, doch nach Leipzig zu kommen. Jetzt ist es soweit. Vom 20.04. bis 05.05.12 ist der Betriebsausflug nach Leipzig und vom 25.05. bis 09.06.12 geht es nach Hamburg. Neben zahlreichen weiteren Ausstellungen, Performances, Konzerten und Diskussionen in der ganzen Stadt wird im alten Energiekombinat Böhlitz-Ehrenberg, Paul-Langheinrich-Str. 13, das IBUG Betriebssystem LeHH installiert:

    „Leipziger und Hamburger Künstler/Künstlercrews treten in den künstlerischen Dialog und entwickeln in den Räume im Verwaltungsgebäude des Energiekombinats Böhlitz-Ehrenberg in Kleinparis Leipzig das IBUg Betriebssystem LeHH. Betriebssystem Le wird durch Leipziger Künstler entwickelt, deren Produktionsphase mit einer Vernissage abgeschlossen wird. Betriebssystem HH ist eine Weiterentwicklung von Betriebssystem Le durch Hamburger Künstler. Die Finissage präsentiert die Entwicklung von der künstlerischen Lochkarte über das synästhetische Apple Mac OS X und das linientreue Linux hin zum finalen IBUg Betriebssystem LeHH. Die Zukunft kann kommen!“
    Quelle: https://www.facebook.com/events/385158664847497/

    Vernissage Le: Freitag, 20. April 2012, 20.00 Uhr
    Vernissage HH – Freitag, 27. April 2012, 20.00 Uhr
    Finissage LeHH- Freitag, 4. Mai 2012, 20.00 Uhr
    Ausstellungszeitraum Le: 21./22. April 2012, 15.00 bis 19.00 Uhr
    Ausstellungszeitraum HH: 28./29. April 2012, 15.00 bis 19.00 Uhr

    beteiligte Künstler:

    Eines meiner kleinen Werke bei der IBUg 2011. Mal schauen, was beim IBUg Betriebssystem LeHH so entsteht.

    Eines meiner kleinen Werke bei der IBUg 2011. Mal schauen, was beim IBUg Betriebssystem LeHH so entsteht.

    Verstyler Le
    Zonenkinder HH
    Christian Rug Le
    Leif Lobinsky Le
    Threehouse Le
    dial Le
    Zone56 GC
    Flamat Le
    Gab, Jolly Fellow und co Le
    Rebelzer HH
    Los Priatoz HH
    Maxi Kretzschmar Le
    Tshunc Le
    Help Meerane
    Tasek HH
    Simo HH
    Kim-Fabian von Dall´Armi HH

    Weitere Informationen gibt’s auf Facebook, auf betriebsystem.cc und bei der IBUg.

    Edit: 26.04.12:
    Hier ist mein Fotoalbum zum Betriebssystem LeHH.

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    August 25th, 2010VerstylerAusstellung, Festival, Kunst

    In dem gemütlichen Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg auf einem ehemaligen Hafengelände durfte ich das liebevoll gestaltete Dockville-Festival erleben. Über die musikalischen Größen wie Jan Delay, Wir sind Helden, Bratze oder Slime und vielen weiteren möchte ich an dieser Stelle gar nicht schreiben. Das haben andere schon zur Genüge getan. Vielmehr sind es die Installationen, die kleinen versteckten Kunstaktionen und aufwändig gestalteten Bars und Bühnen, die das Dockville mit dem diesjährigen Thema Recreation so sympathisch machen. Besonders beeindruckend war „MACHINE EINS“ der Maschinenbau-Gesellschaft Dorf, welche aus Holzlatten, sphärischen Lichtern, Monitoren und Klangexperimenten geschaffen wurde. Durch einen immer enger werdenden Tunnel fand man sich plötzlich im Inneren einer Kugel voller farbenwechselnder Ornamente wieder. Wenn man am Boden dieser Kugel sitzt, sich mit anderen über die tollen Effekte austauscht, wirkt alles sehr harmonisch und entspannt. Beim Aufstehen um sie durch einen kleinen Ausgang zu verlassen, fällt plötzlich ein völlig verwirrendes Klangspiel auf. Die gesprochenen Worte der Personen am Boden wirken im oberen Teil der Kugel wie eine fremde Stimme im Kopf, welche von (n)irgendwoher zu stammen scheint. Erst auf Nachfrage und verwirrtes Umherschauen konnte ich zuordnen, wer wo jetzt plötzlich gesprochen hatte. Nach dem Verlassen ging der Weg weiter über schmale Holzwege in die obere Etage, von welcher man einen Blick über das Gelände und die beeindruckende Hafenlandschaft hatte. Vorbei an einem Spiel aus blinkenden Monitoren verließ ich MACHINE EINS über eine Rutsche nach unten und konnte mich wieder voll und ganz den anderen Lichtspielen oder der Lasershow der Elektropastete, welche auf ein Gebäude auf der anderen Seite des Flusses projiziert wurde, widmen.

    Auch sehr schick war ein kleiner Kasten mit Aufgabenkärtchen in einer der Hallen. Ich zog die Karte, welche mich zu einer Aufgabe à la Oceans Eleven motivieren sollte, also MitstreiterInnen zu finden, welche mit mir auf geheime Mission gehen und irgendwelche absurden Geheimpläne auszuführen, natürlich mit dem Wissen, dass es das Ziel überhaupt nicht gibt und die Beteiligten nur in der Irre herumgeführt werden. Plötzlich war mir bewusst, warum zuvor am Eingang ein paar Menschen saßen, die jedem irgendwelche Fragen stellten, die ich nicht verstehen konnte. Wahrscheinlich hatten sie auch eine geheime Aufgabe, die es zu lösen galt.

    Neben vielen weiteren Größen der Kunstszene wie Tino Sehgal, Brad Downey, dem Institut für wahre Kunst etc. bestach das Dockville auch durch den gemütlichen Campingplatz unter Bäumen oder den Bechern, welche am Einlass verteilt wurden um mitgebrachte Getränke umfüllen zu können. Schon an solchen kleinen Gesten erkennt man, dass das Dockville kein reines Kommerzfestival ist. Es ist mehr noch der Abschluss einer zehntägigen Kunstausstellung und findet im Anschluss an Lüttville, einer kostenlosen Ferienfreizeit für Kinder, statt.

    Der 12.-14. August 2011, an diesem Wochenende findet das nächste Dockville statt, ist bereits vorgemerkt und ich kann allen Kunstbegeisterten empfehlen, dies auch zu tun.

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